Hautpflege im Alter in Hannover: Empfindliche Haut sanft schützen

Hautpflege im Alter in Hannover: Empfindliche Haut sanft schützen

Die Haut begleitet uns ein Leben lang und schützt uns jeden Tag vor Kälte, Keimen und Verletzungen. Mit den Jahren wird sie jedoch dünner, trockener und empfindlicher. Kleine Stöße hinterlassen schneller blaue Flecken, Risse heilen langsamer und Juckreiz kann den Schlaf rauben. Gute Hautpflege im Alter ist deshalb weit mehr als Kosmetik: Sie trägt zu Wohlbefinden und Gesundheit bei und hilft, Wunden und Druckgeschwüren vorzubeugen. Dieser Ratgeber richtet sich an ältere Menschen und an Angehörige, die bei der täglichen Pflege helfen.

Wir erklären, wie sich die Haut im Alter verändert, wie eine sanfte tägliche Pflege aussehen kann, worauf Sie bei bettlägerigen Menschen besonders achten sollten und wann Hautveränderungen ärztlich angeschaut werden sollten.

Wie sich die Haut im Alter verändert

Im Laufe des Lebens bildet die Haut weniger Fett und speichert weniger Feuchtigkeit. Die Schutzschicht wird schwächer, die Haut verliert an Elastizität und wird dünner. Auch die Durchblutung lässt oft nach. Dazu kommen Einflüsse von außen: trockene Heizungsluft im Winter, häufiges Waschen, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes. Viele ältere Menschen trinken außerdem zu wenig, was die Haut zusätzlich austrocknen kann. Das Ergebnis ist eine Haut, die schneller spannt, juckt, schuppt und verletzlicher ist.

Grundsätze einer sanften Hautpflege im Alter

Für die Hautpflege im Alter gilt: weniger ist oft mehr, und Sanftheit ist wichtiger als Gründlichkeit. Die folgenden Grundsätze haben sich im Pflegealltag bewährt.

Schonend waschen

Verwenden Sie lauwarmes statt heißes Wasser und milde, rückfettende Waschzusätze mit hautfreundlichem pH-Wert. Seifen und stark parfümierte Produkte entziehen der Haut zusätzlich Fett. Duschen oder baden muss nicht jeden Tag sein, oft genügt eine Teilwäsche. Lange Vollbäder trocknen die Haut eher aus. Waschlappen und Handtücher sollten weich sein und regelmäßig gewechselt werden.

Sorgfältig abtrocknen

Tupfen Sie die Haut sanft trocken, statt kräftig zu rubbeln. Besonders wichtig sind Hautfalten, zum Beispiel unter der Brust, in den Leisten und zwischen den Zehen. Bleibt dort Feuchtigkeit zurück, kann die Haut aufweichen, sich röten und entzünden.

Regelmäßig eincremen

Nach dem Waschen nimmt die Haut Pflege besonders gut auf. Bei trockener Haut eignen sich rückfettende Lotionen oder Cremes, die ohne starke Duftstoffe auskommen. Tragen Sie die Pflege mit leichtem Druck auf, ohne fest zu massieren. Bei sehr trockener oder juckender Haut kann die Apotheke oder die Hausarztpraxis geeignete Produkte empfehlen.

Von innen unterstützen

Eine ausreichende Trinkmenge und eine ausgewogene Ernährung mit genug Eiweiß unterstützen die Haut von innen. Wenn ältere Menschen wenig essen oder trinken, zeigt sich das oft auch an der Haut. Hinweise dazu finden Sie in unseren Beiträgen zur Dehydration im Alter und zur Mangelernährung.

Besondere Bereiche im Blick behalten

Füße

Die Füße werden im Alter oft vernachlässigt, weil sie schwerer zu erreichen sind. Trockene Haut an den Fersen kann einreißen, und Druckstellen durch enge Schuhe bleiben leicht unbemerkt. Schauen Sie sich die Füße regelmäßig an, auch zwischen den Zehen. Menschen mit Diabetes oder Durchblutungsstörungen sollten Fußpflege möglichst von Fachleuten durchführen lassen, etwa in einer podologischen Praxis. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Diabetes-Pflege zu Hause.

Hände, Gesicht und Lippen

Hände und Gesicht sind Wind und Wetter am stärksten ausgesetzt. Im Winter schützen Handschuhe und eine reichhaltige Creme, im Sommer Sonnenschutz und ein Hut. Trockene Lippen lassen sich mit einem Pflegestift geschmeidig halten. Auch die Mundpflege gehört zur Hautpflege dazu, besonders wenn jemand wenig trinkt oder über den Mund atmet.

Haut bei Inkontinenz

Wenn Urin oder Stuhl längere Zeit mit der Haut in Kontakt kommen, kann sie schnell gereizt und wund werden. Wichtig sind ein zügiger Wechsel von Einlagen, eine sanfte Reinigung mit milden Produkten und ein Hautschutz, der die Haut vor Feuchtigkeit schützt. Weitere Hinweise finden Sie in unserem Beitrag zur Inkontinenz-Pflege zu Hause.

Hautpflege bei bettlägerigen Menschen

Wer viel liegt oder sitzt und sich nicht selbst umlagern kann, hat ein erhöhtes Risiko für Druckgeschwüre. Besonders gefährdet sind Stellen, an denen Knochen dicht unter der Haut liegen, etwa am Steiß, an den Fersen, an den Hüften und am Hinterkopf. Regelmäßige Positionswechsel, eine geeignete Matratze, faltenfreie Bettwäsche und die tägliche Kontrolle der Haut sind hier besonders wichtig. Eine Rötung, die nach dem Entlasten nicht verschwindet, kann ein erstes Warnzeichen sein und sollte von einer Pflegefachkraft oder Ärztin beurteilt werden. Ausführliche Tipps finden Sie in unserem Beitrag zur Dekubitusvorbeugung.

Kleine Verletzungen richtig versorgen

Dünne Haut reißt leicht ein, zum Beispiel beim Anstoßen an Möbeln oder beim Abziehen eines Pflasters. Solche Hauteinrisse sollten vorsichtig gereinigt und mit einer geeigneten, nicht stark klebenden Auflage abgedeckt werden. Vermeiden Sie normale Pflaster auf sehr empfindlicher Haut. Kurz geschnittene Fingernägel, lange Ärmel und gepolsterte Kanten an Bett oder Rollstuhl können Verletzungen vorbeugen. Bei Wunden, die nicht heilen, sollte ärztlich entschieden werden, wie sie behandelt werden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Wundversorgung zu Hause.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Nicht jede Hautveränderung ist harmlos. Lassen Sie die Haut ärztlich anschauen, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Wunden, die über längere Zeit nicht heilen oder sich verschlechtern
  • Rötungen, Schwellungen, Wärme oder Eiter als mögliche Zeichen einer Entzündung
  • starken, anhaltenden Juckreiz oder plötzliche Ausschläge, zum Beispiel nach einem neuen Medikament
  • Muttermale oder Hautstellen, die sich in Größe, Farbe oder Form verändern oder bluten
  • anhaltende Rötungen über Knochenvorsprüngen bei bettlägerigen Menschen

In Hannover und der Region können Hausarztpraxen eine erste Einschätzung geben und bei Bedarf an eine dermatologische Praxis überweisen.

Hautpflege als Moment der Zuwendung

Hautpflege bedeutet immer auch Nähe. Für viele ältere Menschen ist es nicht leicht, sich bei der Körperpflege helfen zu lassen. Erklären Sie, was Sie tun, achten Sie auf Schamgefühle und lassen Sie Ihren Angehörigen so viel wie möglich selbst machen. Ein angenehm warmer Raum, Ruhe und vielleicht ein vertrauter Duft machen die Pflege zu einem Moment, der guttut. Achten Sie auch auf sich selbst, denn tägliche Pflege kann auf Dauer anstrengend sein.

Hautpflege im Alter mit ARCHIMED in Hannover

ARCHIMED begleitet Menschen in Hannover, zum Beispiel in der Oststadt, in Bothfeld oder in Misburg, und in der Region Hannover, sowohl in der ambulanten Pflege als auch in der außerklinischen Intensivpflege. Unsere Pflegefachkräfte unterstützen bei der Körperpflege, beobachten die Haut aufmerksam, setzen Maßnahmen zur Dekubitusvorbeugung um und übernehmen nach ärztlicher Verordnung die Wundversorgung. Wir beraten Angehörige zu geeigneten Pflegeprodukten und Abläufen und richten uns nach den Gewohnheiten der Menschen, die wir begleiten.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein älterer Mensch duschen?

Das hängt von den Gewohnheiten und dem Hautzustand ab. Bei trockener Haut genügt oft zwei- bis dreimal pro Woche duschen und dazwischen eine Teilwäsche.

Welche Creme ist die richtige?

Für trockene Altershaut eignen sich meist rückfettende, duftstoffarme Produkte. Bei Unsicherheit oder Hautproblemen beraten Apotheke und Hausarztpraxis.

Was hilft gegen Juckreiz?

Sanftes Waschen, regelmäßiges Eincremen und eine nicht zu trockene Raumluft helfen häufig. Hält der Juckreiz an, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Woran erkenne ich ein beginnendes Druckgeschwür?

Ein Warnzeichen ist eine Rötung über einem Knochenvorsprung, die nach Entlastung nicht abblasst. Sprechen Sie in diesem Fall zeitnah mit einer Pflegefachkraft oder der Hausarztpraxis.

Sie möchten sich zum Thema Hautpflege im Alter beraten lassen? ARCHIMED ist gern für Sie da: 0511 / 8982332 · intensiv@archi-med.de.

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